Materialinnovation: Tencel mit recyceltem Baumwollanteil

Das Textilunternehmen Lenzing launcht eine neue Tencel-Faser, die mit einem Anteil von 20 Prozent an recycelter Baumwolle durchmischt ist. Damit bringt Lenzing nicht nur eine neue umweltfreundliche Faser auf den Markt, sondern geht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung einer ressourcenschonenden Produktion.

Seit 1992 bietet der österreichische Produzent die aus Zellulose gewonnene Regeneratfaser Tencel an. Aufgrund ihres ökologischen Herstellungsprozesses, der auf toxische Lösungsmittel verzichtet und damit einen geschlossenen Stoffkreislauf bildet, wird Tencel als wenig umweltbelastend eingestuft. Für die Weiterentwicklung dieser Faser verwendet Lenzing nun recycelte Baumwolle, die in Zellstoff zurückgewandelt und letztlich zu Tencel neu veredelt wird. Das recycelte Rohmaterial stammt dabei nicht aus Post-Consumer Waste, sondern von industriellen Baumwollabfällen. Mit dieser Neuentwicklung ist Lenzing nun der erste Faserhersteller weltweit, der recycelte Materialien in Zellulosefasern einarbeitet. Somit ermöglicht die Lenzing AG eine praktikable und massentaugliche Lösung, die Kreislaufwirtschaft in der Bekleidungsindustrie zu etablieren.

Denn angeboten wird die neue Fasergeneration nicht Garn- oder Stoffproduzenten, sondern exklusiv Handelsunternehmen und Marken, um sowohl einen geschlossenen Kreislauf als auch größtmögliche Transparenz zu gewährleisten. Die erste Partnerschaft ist der Faserhersteller mit dem spanischen Konzern Inditex eingegangen, zu dem neben Zara die Marken Pull&Bear, Massimo Dutti und Bershka gehören. Auch das Outdoor-Brand Patagonia zählt zu den Partnern.

Dieser Beitrag erschien unter: www.sustainability-texpertise-network.com

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