Geballte Kompetenz rund um technische Textilien

Die Technische Universität Chemnitz zeigt auf der Techtextil neueste Forschungsergebnisse und anwendungsorientierte Lösungen aus dem Bereich der technischen Textilien. So stellt die Stiftungsprofessur Textile Kunststoffverbunde einen individualisierten Federdemonstrator im textilbasierten Multi-Materialdesign vor. Das Besondere daran ist sein textiler Aufbau aus endlosglasfaserverstärktem Polypropylen als Trägermaterial und Abstandsgewirke. Diese unterschiedlichen Werkstoffe werden durch Polyurethanschaum verbunden, der für die gewünschte Dämpfung sorgt. „Unserem Projektteam ist es gelungen, den Schaum an die Polypropylenoberfläche anzubinden, obwohl die Oberflächeneigenschaften von Polypropylen und Polyurethan das eigentlich nicht zulassen“, berichtet Prof. Dr. Frank Helbig, Inhaber der Stiftungsprofessur. Durch die Gestaltung einer Grenzfläche, bei der einzelne Glasfasern an der Oberfläche liegen, könne der Schaum an diesen anheften und so eine sehr stabile Verbindung aufbauen. In die Entwicklung eingeflossen sind Erfahrungen aus den vom Bund geförderten InnoProfile-Transfer-Projekten PaFaTherm I und II sowie aus flankierenden Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit regionalen Unternehmen.

Die Stiftungsprofessur Technische Textilien/Textile Maschinenelemente der TU Chemnitz stellt auf der Techtextil einen neuen Prüfstand zur Messung der Faser/Faser-Reibung vor. „Das Besondere daran ist, dass wir damit in der Lage sind, verschiedene Materialien gegeneinander zu testen. Das ist eine zentrale Frage, wenn man den Verschleiß textiler Maschinenelemente beurteilen will“, sagt der Inhaber der Stiftungsprofessur, Prof. Dr. Markus Michael. Und die Professur Textile Technologien der Universität gibt Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. „Dazu zählen unter anderem nachhaltige Bekleidungstextilien sowie lastgerechte Verstärkungshalbzeuge für faserverstärkte Kunststoffe“, sagt Prof. Dr. Holger Cebulla, Inhaber dieser Professur.

Alle drei Chemnitzer Professuren möchten auf der Messe insbesondere mit potenziellen Industriepartnern ins Gespräch kommen. „Da wir uns dieses Jahr bereits zum vierten Mal auf der Techtextil präsentieren, wurden schon im Vorfeld Termine mit bekannten Unternehmen und Forschungspartnern vorbereitet und vereinbart, um vor Ort weiterführende Forschungsaktivitäten zu technischen Textilien abzustimmen“, ergänzt Helbig.

Bild: Kay Schäfer, Sven Storck und Jonas Stiller (v.l.), Mitarbeiter des Projektteams PaFaTherm II, bei der Sichtprüfung des Federdemonstrators im Versuchsfeld. Foto: Silke Grosch

Quelle: TU Chemnitz

Marc Chalupsky

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